Montag, 26. Mai 2008

Au revoir...

Mittlerweile sind für Karin und mich schon die letzten Tage in Nizza angebrochen. Nächste Woche Mittwoch geht es, mit Zwischenstopp und Übernachtung in Lyon, schon zurück.

Die letzten 2 Wochen haben wir allerdings nochmals richtig genutzt und einiges unternommen. Unter anderem waren wir bei den Filmfestspielen in Cannes und haben einige Stars auf und neben dem roten Teppich gesehen (Mike Tyson, Natalie Portman, Alexandra Maria Lara, Harrison Ford, Steven Spielberg,…). Bilder sind bereits online.

Neben einem Tagesausflug nach Genua, Italien stand letztes Wochenende auch schon ein weiteres Highlight an: die Formel 1 in Monaco. Samstagmorgen ging es zum Bahnhof in Nizza und man war nicht allein. Vor dem Bahnhof war bereits eine Schlange von mehreren hundert Metern aber mit ein bisschen „Geschick“ ging es dann doch ganz zügig voran. Leider zeigte sich das Wetter nicht den ganzen Tag von der Besten Seite und zwischendurch regnete es leider auch. Das trübte die Atmosphäre und Stimmung aber nur gering. Da keine Leinwand vor der Tribüne war, konnte man leider nicht sehen was sonst auf der Strecke passiert und wie das Training letztendlich ausgegangen ist, aber insgesamt hat sich auf jeden Fall gelohnt. Nach dem GP2 Rennen am Nachmittag ging es dann auch wieder zurück nach Nizza. Ein paar Bilder vom Training und dem Rennen sind ebenfalls online.

Die nächsten Tage sind noch ein paar weitere Trips geplant, u.a. Aix-en-Provence. Dies wird vermutlich der letzte Eintrag aus Nizza sein. Vielen Dank fürs lesen und wir sagen dann schon mal bis demnächst…

Mittwoch, 30. April 2008

Ein Wochenende in Monaco: Top Marques und Fußball

Das letzte Wochenende stand ganz im Zeichen Monacos: Samstags waren wir bei Top Marques, der einzigen „Super Car Live Show in the World“ für die Karin Karten bekommen hatte, da sie dort auch für ihre Zeitung arbeiten musste und Sonntag Abend stand das Spiel AS Monaco gegen Olympique Marseille an.

Die Wagen die man sonst in Monaco sieht, sind meist schon recht besonders. Deswegen waren meine Erwartungen an Top Marques mit dem Slogan „The Only Super Car Live Show in the World“ relativ hoch, da der Karten Preis (wenn man sie denn hätte kaufen müssen) auch bei 36Euro lag. In Wirklichkeit war es aber nur eine schöne „Glashalle“ mit teuren Autos, die man allerdings auch auf der Essener Motorshow sehen könnte. „Super Car Live Show“ kam wohl daher, das ausgewählte Personen, VIPs und was sich sonst noch wichtig nimmt, mit den einzelnen Wagen Testfahrten durch Monaco machen dürfte. Da wir wohl nicht zu diesen Kreisen gehören, blieb uns das leider verwehrt. Mein persönliches Highlight war „Eleanor“, eine Shelby Cobra wie man sie aus „Gone in 60 Seconds“ kennt. Ein paar Bilder zur Messe stehen schon online.

Sonntags ging es dann wieder nach Monaco: Diesmal stand Fußball auf dem Programm und zwar AS Monaco gegen Olympique Marseille. Diese Karten waren noch mein Weihnachtsgeschenk von Karin. Der Kartenvorverkauf war auf Monaco beschränkt, da man wohl befürchtete das ansonsten ganz Marseille Monaco bevölkern würde, aber alle Vorkehrungen halfen dann doch nichts: Marseille war in Monaco. Das Stadtbild Monacos, was sonst friedlich, ordentlich und sauber ist, war ein wenig gestört durch die Fans von Marseille und das Stadion war im Endeffekt auch zu ¾ mit Marseille Fans gefüllt. Marseille gilt im Übrigen als Kultverein in Frankreich, wie man u.a. auch in der Taxi –Filmreihe sehen kann. Das Stadion ist wirklich sehr schön und mit Parkplätzen unterm Stadion auch noch sehr zeitgemäß. Das Spiel war sehr gut und es fielen insgesamt 5 Tore. Monaco kämpfte sich immer wieder ran, musste sich am Ende aber doch leider 3:2 geschlagen geben. Auch vom Spiel sind bereits Bilder hochgeladen.

Die nächsten Wochen werden erstmal ein wenig stressiger werden, da die Klausuren anstehen und Gruppenprojekte noch zu Ende gemacht werden müssen. Aber der Ausblick ist gut: Ab Mitte Mai haben Karin und ich frei und dann bleibt Zeit für Ausflüge und das schöne Wetter. Und nach Monaco geht es dann auch schon wieder – diesmal zur Formel 1.

Mittwoch, 16. April 2008

Besuch aus Deutschland

Letzte Woche waren Andre und Katha bei uns zu besuch. Leider war anfangs das Wetter nicht gerade sehr schön (ja, hier regnets auch ab und zu), aber die beiden haben durch Ausflüge nach Cannes und Monaco auch das ganz gut überbrückt (oder?! ;) ). Samstag haben wir uns dann mal ins Auto gesetzt und sind nach St. Tropez gefahren. Auf dem Weg dorthin ist mir ein Franzose dann mal schön und ohne Grund hinten drauf gefahren. Alle waren zum Glück unverletzt und das Auto auch noch fahrbereit, aber ärgerlich war und ist es trotzdem. Mal sehen ob sich die Versicherungen einigen und dann werde ich es auch hier direkt machen lassen… Ansonsten hatten wir sehr schön Tage und lustige Abende mit den beiden. Ein paar Bilder sind bereits hochgeladen…

Donnerstag kommt dann noch Simon aus Hamburg zu Besuch. Das passt ganz gut, da ich diese Woche frei habe, bevor es dann nächste Wochen schon langsam Richtung Endspurt geht – noch 3 Wochen Vorlesungen und dann kommen die Klausuren. Wie schnell die Zeit vergeht…

Dienstag, 1. April 2008

Nachtrag: Feucht fröhliche Ostertage: Die Waschmaschine aka „The Beast“

Ein etwas anderes Osterfest hatten Karin und ich dieses Jahr. Erstmal muss man sagen, dass Ostern für Franzosen irgendwie kein „besonderes“ Fest ist. Karfreitag war ein ganz normaler Arbeitstag (ich hatte also Uni und Karin musste arbeiten) und auch Oster-sonntag und montag waren die Straßen voll und Läden, Cafés und Restaurants hatten geöffnet.

Am Ostermontag wurde dann auch gearbeitet – und zwar im Haushalt. Die Wäsche stand an! Glücklicherweise haben wir in unserer Küche eine eigene Waschmaschine der Firma Bauknecht die bisher ihren Dienst auch sehr gut verrichtet hat. Bei etwa halbem Waschgang bemerkte Karin dann, dass die Maschine ein bisschen tropft. Aus dem Tropfen wurde dann aber schnell ein kleiner Fluss, der umgehend die gesamte Küche unter Wasser setzte denn unterhalb der Maschine hatte sich der „Notablauf“ freundlicherweise selbstständig geöffnet - unglaublich wieviel Wasser in einer Wäschetrommel ist! Glücklicherweise befindet sich direkt an der Küche ein Balkon und nach 1 1/2h Schrubben und Wischen war die Küche ohne Folgeschäden dann auch wieder trocken - und so sauber wie nie! Die Waschmaschine aka„The Beast“ wurde seitdem erstmal nicht mehr benutzt. Zum nächsten Feiertag wird aber bestimmt wieder gewaschen…

Sonntag, 9. März 2008

Nach 6 Wochen Uni...

…stand die erste Ferienwoche auch schon an. Passend dazu hatte sich Nick entschieden ein paar Tage nach seinen Klausuren vorbeizukommen. Da Karin diese Woche leider arbeiten musste, konnte Sie an unserem Ausflugsprogramm nicht teilnehmen.

Mehr oder weniger spontan haben wir uns entschieden mit dem Zug nach Marseille zufahren. Marseille kannten wir beide noch nicht, aber meine Eltern, sowie Nicks Eltern haben Marseille sehr empfohlen. Nach 2 1/2h Zugfahrt kamen wir dann in der ältesten, 2. größten und wichtigsten Hafenstadt Frankreichs an.

In Marseille angekommen gings dann gleich mit der Metro zum alten Hafen und von dort mit dem Bus weiter zur Notre-Dame-de-la-Garde. Die Basilika thront auf einem 155 Meter hohen Felsen und ermöglicht einen tollen Blick über die gesamte Stadt. Im Anschluss ging’s durch den alten Hafen, die Innenstadt und einem kurzen Mittagessen weiter zum Palais Longchamp, zur Basilique St. Victor, zur Cathédrale de la Major und dem Vieille Charité, welches als schönstes Gebäude der Altstadt gilt. Insgesamt merkt man das Marseille eine alte Hafenstadt ist, weshalb man auf den ersten Blick vielleicht nicht direkt den Bezug zur Stadt findet. So verließen wir nach 6 Stunden die Stadt weder mit Begeisterung, noch mit Enttäuschung.

Am folgenden Tag ging es nach Monaco. Dort ein bisschen rumgelaufen, Casino Luft geschnuppert und einem Kaffee im Fairmont Hotel ging es dann auch wieder zurück nach Nizza. Dort haben wir uns dann noch das Museum of Contemporary Art angesehen. Zu unserer Überraschung wurde uns dann gesagt, dass alle Museen in Frankreich im März für Studenten bis 26 kostenlos sind. Das haben wir dann am folgenden Tag noch direkt ausgenutzt und das Chagall, sowie das Matisse Museum angesehen. Sowohl Matisse, als auch Chagall haben in Nizza lange Zeit gelebt. Nachmittags sind wir dann mit dem Bus weiter nach St. Jean Cap Ferrat. Dort befindet sich die Villa Ile-de-France, von Beatrice Ephrussi de Rothschild. Mme Rothschild selbst baute die Villa nach ihrem Willen (Geld spielte –unschwer zu erkennen- keine Rolle), aber nutzte Sie nur 4 Jahre, da sie den Ort verließ als ihr Mann verstarb. Das Haus, die Lage und vor allem die Gartenanlage sind einfach unglaublich riesig und gepflegt.

Das war so ziemlich alles was ich die letzten Tage mit Nick unternommen habe. Bilder dazu finden sich auch schon online. Nächste Woche geht dann erstmal die Uni weiter…

-Chris

Dienstag, 26. Februar 2008

Der erste Monat ist schon vorbei...

Die letzten Wochen war ich zugegebenermaßen etwas schreib faul und es gab deswegen auch keine neuen Berichte.

Seit gut einem Monat bin ich jetzt hier und mittlerweile ist auch die 4. Uniwoche angebrochen. Die Zeit verging bisher sehr schnell und ich hab mich auch schon sehr gut eingelebt. Der Unialltag ist hier etwas anders, da man jeden Tag und jede Woche einen anderen Stundenplan hat. Wieso das so ist weiß man nicht so ganz, aber auch daran gewöhnt man sich. ;) Es sind ca. 50 internationale Studenten an der IPAG, was sicherlich auch noch ganz interessant sein wird, wenn die Gruppenprojekte demnächst richtig anlaufen. Das Deadline nicht das gleiche in allen Ländern ist, wurde schon bei der Abgabe diverser Aufgaben bemerkbar. ;) Ansonsten ist die Uni nicht besonders groß, was evtl. auch daran liegt das sie nicht staatlich, sondern halb privat ist.

In Nizza ist gerade Karneval, von dem ich letzte Woche auch schon ein paar Bilder hochgeladen habe. Karneval wird hier 3 Wochen lang mit diversen Festen und Umzügen gefeiert. Wir haben uns bisher „Les Bataille des Fleurs“ angesehen (auf den Bildern zu sehen) und einmal eine Lichtershow bei der ebenfalls ein Umzug stattfand. Meist muss man sich Karten für die Umzüge besorgen, die zwischen 10€ für den Stehplatz und 25€ für die Tribünen kosten. Insgesamt macht der Karneval hier einen fröhlicheren Eindruck als in Deutschland. Viele der Zuschauer sind Touristen weshalb auch nur wenige verkleidet sind, aber Alkoholleichen und sonstige deutsche Randerscheinungen des Karnevals sucht man hier vergebens.

Auch in anderen Städten finden zurzeit diverse Feste statt. Vor 3 Wochen waren wir beim „Festival de Chocolat“ in Antibes, was eher enttäuschend war und letztes Wochenende fand das Zitronen und Orangenfestival in Menton statt. Auch in Menton lässt man sich die Teilnahme gerne bezahlen und deshalb haben wir uns auch nur kurz die Wagen und die Stadt Menton angesehen und den Umzug sein gelassen.

Nächste Woche habe ich erstmal eine Woche frei. Die Zeit werde ich nutzen um mit Nick für 2 Tage nach Mailand zu fahren und wahrscheinlich auch den ein oder anderen Ausflug rundum Nizza zu machen. Meine Kommilitonen aus USA, Canada, Mexiko und Australien werden die Zeit für Reisen durch ganz Europa nutzen (liegt ja alles sooo nah beieinander, da sind mehrere Länder in ein paar Tagen ja kein Problem) oder einfach mal nach Südafrika fliegen…

Ich werde mich dann nach Mailand mit einem neuen Bericht und neuen Bildern zurückmelden…

À bientôt,

Chris

Samstag, 26. Januar 2008

Salut...

...aus Nizza! Nach 12 Stunden Fahrt und einer Übernachtung kurz vor Lyon bin ich Dienstag gut angekommen.

Die Wohnung die Karin und ich hier haben ist sehr schön und auch sehr gut gelegen. In wenigen Minuten ist man in der Einkaufsstraße, zu meiner Uni sind es 15 Minuten und zum Strand sind es etwa 20 Minuten zu fuß. Schneller Richtung Strand geht’s mit der „Tram“, der neuen Straßenbahn die auch unmittelbar hier abfährt. Mein Auto habe ich seit meiner Ankunft nicht mehr bewegt – bis auf Ausflüge an Wochenenden wird dies wohl auch so bleiben, da gute Parkplätze, bei denen man nicht Angst ums Auto haben muss, rar sind und der Fahrstil und die Einstellung zum Auto hier doch etwas anders sind.

Gestern war Orientation Day an der iPag - Ecole Supérieure de Commerce (www.ipag.edu). Es sind etwa 40 internationale Studenten aus der ganzen Welt hier: Australien, Belgien, Canada, Finnland, Mexiko, Polen, USA,…ich allein vertrete zurzeit noch Deutschland, aber dies auch nur bis zum 9. Februar, denn dann kommt noch ein Kommilitone von mir. Weiter ging es gestern noch ganz spontan mit einem einstündigen französisch Test, der für die meisten (mich eingeschlossen) natürlich etwas überraschend kam. Gerne hätte man sich wohl nochmal ein bisschen die Grammatik und die Konjugation einiger Verben angesehen und so schrieb ich einfach das auf, was nach 4 Jahren ohne Französisch noch so hängen geblieben ist. Der Test gilt aber auch nur für die erste Einstufung und Bildung der verschiedenen Kurse. Gestern Abend ging es dann noch in einer Gruppe aus neuen und alten Studenten in einen Irish Pub um sich besser kennenzulernen. Viele Namen sind allerdings noch nicht hängengeblieben, da es dann doch zu viele auf einmal waren. Aber dafür hat man ja auch noch etwas Zeit…

Heute werde ich noch ein bisschen durch die Stadt laufen und das tolle Wetter genießen und dann mal sehen ob heut Abend wieder etwas los ist. Am Montag beginnt dann die Uni und spätestens am nächsten WE werde ich dann mal berichten wie es so war…

Bis dahin und au revoir!

-Chris